Dienstag, 30. September 2014

11. Tag, Dienstag 30. September, Reykjavik ll

Heute ist ein wenig bummeln angesagt. Das Wetter ist zu wenig gut als dass wir uns ein Auto mieten und damit einen Ausflug machen. Und für eine Segway Tour müsste es auch besser sein. Wir haben auch das grosse Tourist Information gefunden und darin hat es ein Büro in dem man den Tax Refound durchführen kann. Das wird Morgen erledigt. Raphaela hat sich einen Polar Light Wolle Umhang gegönnt - sieht toll aus. Natürlich schlendern wir auch durch das Städtchen.





Ach ja, in Reykjavik gibt es keine frechen Spazen, da gibt es Stare ;-)


Die Polarlicht Ausstellung mussten wir noch suchen, wir hatten diese schon zweimal mit dem Bus umkurvt. Sie ist sehr schön mit Multimedia aufgebaut, aber für uns gab sie nicht mehr viel neues ab.

Beim Sea Baron speisen wir zu Mittag. Man kann sich die diversen Spiesse (Jakobs Muscheln, Lachs, Saibling, Stockfisch, Gemüse, Kartoffeln, Walfisch (!?), … ) aussuchen, die werden dann gegrillt. Die Vorspeise ist noch eine Hummer Suppe; die schmeckte sogar auch Raphaela. Beim Verlassen des Restaurants regnet es wieder mal leicht und es zeigt sich ein Regenbogen.





Als Indoor Programm bietet sich die Führung in der Harpa (eben das Musik und Kongress-Zentrum; reNé, das wäre mal was für ein HP-Summit…) an. Diverse Konferenz- oder Vorführungsräume, der grosse Konzertraum, in Rot gehalten in Anlehnung an die Vulkane (da durfte man leider nicht fotografieren). Im kleinsten Konzertraum gab die gute Führerin selber ein kleine Einlage und sang so aus dem Stegreif etwas um die gute Akustik aufzuzeigen, wir waren baff…




Tja, und Polarlichter gibt es heute nur zwischen Bindfäden. Ein Foto neben der Harpa, man kann das Polarlicht erahnen. Dann goss es aber nur noch…






Montag, 29. September 2014

10. Tag, Montag 29. September, Reykjavik I

Wir bleiben für 3 Tage in Reykjavik, eine Verlängerung zur Gruppenreise.

Heute ist unfreundliches Sight Seeing Wetter: Es regnet Kröten und windet Schafe (böig, bis 26m pro Sekunde). Somit entschliessen wir uns für die Badeanstalt mit den Hot Pots :-)

Zum Zmittag stärken wir uns bei den 3 Mäntel (3 Frakkar). War ausgezeichnet, können wir weiterempfehlen.



Im Rathaus hat es eine Landkarte von Island mit der Topologie, also in 3 Dimensionen. Ist interessant die Verhältnisse der Berge, Gletscher und Fjorde mit der Zusatzinformation Höhe zu vergleichen.



Obwohl es im Nachmittag aufhört zu regnen, sind die Strassen nach dem Abendessen wieder nass. Da wir vom Hotelzimmer nicht gegen Norden sehen, laufen wir zweimal vor das Hotel um zu sehen ob es Polarlicht hat. Wir können aber wegen dem Umgebungslicht kein Polarlicht sehen, aber erkennen ein paar Sterne. Somit wissen wir es hat praktisch keine Wolken mehr. Also entscheiden wir uns einzupacken und an den Strand zu laufen (ca. 500m). Und siehe da, es hat Polarlichter.




9. Tag, Sonntag 28. September, Reise zurück nach Reykjavik

Tja, heute geht’s zurück nach Reykjavik wo Raphaela und ich noch 3 Tage verlängert haben, der Rest der Reisegruppe fliegt Morgen nach Hause. Und der leichte Schnee von gestern Abend ist in der Nacht in Regen übergegangen. Das heisst die Qualität der Bilder aus dem Bus ist mies:


Wir überqueren die Landzunge und landen bei Blönduós an einer grossen Bucht Húnafjörður. Auf der folgenden Vatsnes Halbinsel gäbe einen Saga Trail an der Bergkette entlang. Die Vatsnes Halbinsel ist auch bekannt für Seehunde. Wir wollen in einen Nebenfjord nach Hvammstangi. Das ist ein Versorgungszentrum, hat 600 Einwohner, eine Wollfabrik und das Seehundzentrum. Beides besuchen wir. Aber in der Wollfabrik haben wir fast nur Augen für die Wale welche im Fjord auftauchen.





Der nächste Halt ist beim Krater Grábrókargigar, diesen kann man auf dem Kraterrand umrunden. Auf der anderen Seite des Lachs Flusses hat der Gebirgszug schön ausgebildete Stufenhänge.





Island hat praktisch keine eigenen Säugetiere.
Rentiere wurden im 18 Jahrhundert eingeführt, leben aber nur in einem  Bereich der Insel. Dann wurde auch der Mink / Nerz in den 30er und 50er Jahren für die Zucht importiert; viele sind ausgebrochen und verwildert. Die sind ein Problem für die Vögel und werden gegen Kopfgeld gejagt.
Langsam vermehren sich auch Kaninchen, aber im Moment nur an wenigen Orten.
Etwas spezielles hat es mit den Eisbären an sich: Die kommen von Grönland per Anhalter auf der Eisscholle. Dieses Jahr schon 2 Stück (1991 einer, 2008 waren es 4). Sie leben nicht lange, werden erlegt… Man dachte auch daran den Eisbären zu betäuben, aber man hatte kein so grosses Betäubungsgewehr in Island.

Bevor wir zum Hotel fahren, besuchen wir noch die Harpa (Harfe),  das KKL von Reykjavik. Ein aussergewöhnlicher Bau!





Am Abend versuchen wir wieder Polarlichter einzufangen. Es hat welche aber die sind weit weg und nicht so stark: wir sind schon sehr verwöhnt.





Samstag, 27. September 2014

8. Tag, Samstag 27. September

Ähnlich wie es anfangs der Reise mit den Schafen einherging, werden an der Pferdescheide die Pferde eingesammelt. Diese waren im Sommer im Hochland und kommen nun für den Winter zu den einzelnen Bauern. Für dieses Treiben sind wir länger Draussen und es regnete leicht: Dafür haben wir alle Schichten an Kleidern angezogen welche der Koffer bietet.

Zuerst besuchen wir aber die Domkirche und Landwirtschaftsschule. Der Dom war katholischer Sitz bis zur Reformation. Die Reformation verlief sehr pragmatisch: Der katholische Bischof wurde einfach beseitigt.




So, jetzt sind wir bei diesem Rét… ein paar hundert Pferde werden von dem Weidegebiet geholt. Auch hier ist es wieder ein Familienanlass. Man kann zum Beispiel auch getrockneten Fisch kaufen. Jemand von unserer Gruppe bietet uns so ein Stück an, muss natürlich probiert werden:



Dann kommen die Pferde.






Von mir aus gesehen geht das ganze sehr geordnet zu und her. Sie werden auf einen eingezäunten Bereich getrieben. Dann hat es einen grossen unterteilten Kreis. In der Mitte hat es einen kleineren Kreis und von dort aus Segmente welche mit den einzelnen Pferdezüchter angeschrieben sind. So werden die Pferde im inneren Kreis aussortiert und in die entsprechenden Segmente eingewiesen.



Zurück im Hotel geniessen wir wieder den Pot. Vor dem Abendessen gibt es einen kleinen Vortrag von Stefan zur Entstehung der Plarlichter. Tja, heute wird nichts mit der Sichtung von Polarlichtern: Es schneit... Dafür habe ich Zeit mich intensiv dem Blog zu widmen :-)

7. Tag, Freitag 26. September

Heute ist es mit 200km eine der längsten Routen. Sie führt uns vorbei am Goda Foss - Götter Wasserfall.



Kurz nach diesem Stop fängt es zu regnen an. Akuereyri ist europäischer als Reykjavik: Bezogen auf das eher gemässigte Klima und es ist auch eher städtischer gegliedert als das weitgezogene Reykjavik. Wir laufen kurz durch den botanischen Garten und essen individuell in diversen Cafes / Bars. Im Hof (das runde spezielle Gebäude, sozusagen das KKL von Akuereyri) trinken Raphaela und ich im Cafe noch eine heisse Schokolade.




Durch ein Hochland erreichen wir den nächsten Fjord. Da steht eine Torf Kirche aus dem 19. Jahrhundert. Diese wurde nur mit russischem oder nordamerikanischen Schwemmholz gebaut, da ja auf der Insel nach der Abholzung keine grossen Bäume mehr vorhanden sind.





Der nächste Halt bietet uns einen Einblick auf das Leben in einem Torf-Hof. Dieser Hof war bis 1940 bewohnt, ohne fliessend Wasser und Strom… Da können wir nur staunen.




Heute sind wir mal früher beim Hotel. Das nutzen wir und springen schnell vor dem Abendessen in den Hot Pot. Das zweite Hotel auf unserer Reise hatte schon einen solchen Pot, aber den konnten wir mangels Zeit gar nicht nutzen. Dieser Pot wird Morgen auch sicher wieder„heiss“ begehrt sein, da wir uns lange draussen aufhalten werden.



Nach dem Nachtessen besuchen wir eine lokale Pferde Show. Neben weniger ernsten Vorführungen wird natürlich bewertet und prämiert. Wir bestaunen die beiden Gangarten welche fast nur noch die Isländer Pferde können.




Ach ja, wir sind im Hotel Tindastóll in Sauðákrókur wo wir 2 Mal im Marlene Dietrich Zimmer übernachten. Und diese Nacht hatte es schöne Polarlichter.